Dienstag, 5. Juli 2016

Ein ganzes halbes Jahr - Rezension


Autor: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Seiten: 520
ISBN: 978-3499266720
Preis: 9,99€

Klappentext
Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will.


Meinung
Jojo Moyes hat einen wirklich tollen Schreibstil, sodass man locker und schnell durch das Buch kommt. Louisa ist mir sympathisch, ihre Familie jedoch eher nicht so. Auch ihen Freund finde ich sehr komisch, und mich stört es, dass er kaum eine Rolle spielt. Meiner Meinung nach passen die Beiden garnicht zusammen und interessieren sich auch garnicht füreinander. 

Nachdem Louisa ihren Job in einem Cafe verliert, sucht sie über das "Arbeitsamt" einen neuen Job. Das Einzige, was sie findet, ist ein Job als Pflegehilfe für Will, der Querschnittsgelähmt ist. Die Stelle ist auf ein halbes Jahr befristet und Louisa findet schon bald heraus, warum.
 
Anfangs ist Will ein ziemliches Arschloch, der immer schlechte Laune hat und dumme Sprüche ablässt. Eine schlechtere Einstellung, als Will sie hat, kann wohl kaum ein Mensch haben. Besonders seine immer wiederkehrende Frage, ob man denke, irgendetwas, wie Tee, könnte seine Lebensqualität verbessern, nervt mich besonders!
 

Die Liebesgeschichte steht für mich nicht im Vordergrund, sondern geht leider etwas unter. Ich finde, die Freundschaft und die zwei verschiedenen Persönlichkeiten stehen viel eher im Vordergrund, was das ganze für mich keinen "richtigen" Liebesroman macht. 

Verschiedene Sichtweisen in einem Buch finde ich generell gut, jedoch waren es hier immer die Situationen, die ich gerne von Lous Sicht erfahren hätte. Noch dazu, finde ich ein Kapitel pro Person einfach zu wenig und überflüssig. Viel besser hätte ich einige Kapitel aus Wills Sicht gefunden. Meiner Meinung nach hätte man die Einblicke aus der Sicht von Wills Eltern und dem Pfleger ruhig weglassen können... 

Die Thematik bringt einen definitiv zum Nachdenken, was mir persönlich auch sehr gut gefallen hat. Generell ist es ein schwieriges Thema, über das man eigentlich garnicht nachdenken möchte. Ich denke jedoch, dass man die unterschiedlichen Seiten berücksichtigen muss und sie auch kennenlernen muss. 

Fazit
Eine sehr schöne Story, deren Idee mir wirklich gut gefallen hat. Leider fand ich die Umsetzung hier und da etwas misslungen. Jedoch muss man sagen, dass es keine öberflächliche Lovestory ist, sondern ein Buch, das viel tiefer geht, als man am Anfang vielleicht erwartet. Trotzdem muss ich sagen, dass ich nach dem ganzen Hype leider etwas enttäuscht war, was in der Bewertung auch eine Rolle spielt. 
Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen




Kommentare:

  1. Interessante Sichtweise. Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen und ich fand es weniger schlimm, dass die Liebesgeschichte nicht das Zentrale Thema war. Ich fand sowohl die Idee als auch die Umsetzung gut.
    Lg, Lele von lifeofaboredgirl.wordpress.com

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  2. Mir ging es sehr ähnlich wie dir. Den Hype konnte ich auch absolut nicht verstehen. :D
    Hast du schon den Film gesehen?

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    1. Hey :)
      Nein, den Film habe ich noch nicht gesehen. Will ihn mir aber bald ansehen.
      LG :)

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